Amazon PPC – was ist das, was muss ich als Händler darüber wissen?

Amazon ist schon lange der größte Digitale Marktplatz der Welt. Quasi jeder kauft seine Produkte online bei Amazon oder sucht zumindest als erstes dort, wenn er sich für ein neues Produkt interessiert. Und das Wachstum von Amazon ist nicht aufzuhalten, gerade in der Zeit der Pandemie hat das Unternehmen neue Umsatz-Rekorde verzeichnet.

Doch die Einkünfte von Amazon sind natürlich nur indirekt davon abhängig, welche Produkte dort verkauft werden. Doch gerade diese Variable ist für den einzelnen Unternehmer, der Produkte auf Amazon anbietet, besonders wichtig. Das Ziel eines jeden Unternehmers auf Amazon ist, dass sein Produkt möglichst häufig erworben wird.

 

Wie steigere ich die Verkäufe meines Produkts?

Man macht sich das Einkaufsverhalten der Menschen zunutze. Umfragen und Studien zufolge besuchen 2/3 der Kunden auf Amazon nie die zweite Seite von Produktvorschlägen, die meisten klicken sogar direkt auf das erste angezeigte Produkt. Das Ziel ist nun also konkreter. Das Produkt möglichst weit oben in den Amazon Suchergebnissen platzieren.

Hierfür kann man natürlich ein paar Tricks wie bessere Keywords, bessere Bewertungen oder eine genauere Beschreibung einsetzen. Doch wird dies schon von den meisten anderen Mitbewerbern gemacht, so dass ein Auffallen in der Masse schwer wird. Hier kommt Amazon PPC ins Spiel.

Worum handelt es sich bei Amazon PPC genau?

Amazon PPC, ausgeschrieben Amazon Pay per click ist die Werbezentrale von Amazon. Hier ist es dem Unternehmer möglich, Werbung für seine Produkte zu schalten, damit diese häufiger gesehen werden. Und das beste: Amazon Pay per click bittet den Unternehmer, wie der Name bereits sagt, nur zur Kasse, wenn auch tatsächlich ein Kunde auf den Artikel klickt.

Eine solche Werbung hat jeder, der schon einmal auf Amazon war, schon gesehen. Die beliebteste Form der Werbung liegt in den gesponsorten Produkten. Diese werden ganz oben auf der Seite angezeigt, wenn man nach einem bestimmten Keyword sucht. Da ein Drittel der Kunden direkt auf den ersten Artikel klickt, der ihnen angezeigt wird, ist auszumalen, welche Steigerung der Aktivität auf dem Produkt eine solche Platzierung nach sich zieht. Eine weitere beliebte Variante der Werbung liegt in den Headline Search Ads.

Diese werden nicht direkt als Suchergebnisse angezeigt, sondern in einer speziellen Bar darüber angezeigt. Sie sind damit nicht direkt als Suchergebnis gekennzeichnet, aber der Blick des suchenden Kunden fällt als erstes auf sie. Dies ist natürlich auch immens praktisch.

Die letzte Variante liegt in den sogenannten Product Display Ads. Dies bedeutet, dass das Produkt beispielsweise auf anderen Produktseiten oder auf der Startseite als Werbung angezeigt wird. Das Problem hieran ist natürlich, dass die Werbung unabhängig von den Suchergebnissen fungiert.

Damit wird sie beim Kunden nicht als Suchergebnis wahrgenommen, sondern als einfache Werbung. Da der Kunde nicht auf der Suche nach Werbung ist ist diese Variante dem geringsten Erfolg zugeordnet. Dafür ist sie natürlich auch kostengünstiger.

Wie funktioniert nun eine Buchung dieser Dienste?

Das Prinzip ist recht simpel. Bewerber für eine Werbung bieten Geld für ein bestimmtes Keyword. Möchte ich beispielsweise meinen Rasierer bewerben, versuche ich mir das Keyword „Rasierapparat“ zu sichern. Als Gebot gebe ich 2 € ab. Ein weiterer Mitbewerber hat für das Keyword „Rasierapparat“ nun aber ein Gebot von 3€ angegeben. Folglich erhält er den Zuschlag, die Werbung wird also für 3 € je daraus generiertem Besucher sofort oben angezeigt, wenn ein potenzieller Kunde nach dem Wort „Rasierapparat“ sucht. Folglich ist es beim Amazon PPC Marketing besonders wichtig, immer ein Auge auf den aktuellen Preis des Keywords zu haben und daran entsprechend die Marketingstrategie zu wählen.

Da eine Platzierung oben in den Suchergebnissen sehr profitabel ist ringen zu einem Zeitpunkt natürlich auch mehrere Firmen um das höchste Gebot. Hier ist abzuwägen, ob ein potenziell sehr hoher Preis pro erfolgtem Klick den Gewinn pro Verkauf wert ist. Amazon pay per click ist somit eine recht dynamische Angelegenheit.

Durch die Eigenart, dass nur für den erfolgten Klick ein Preis bezahlt werden muss, lässt sich eine für das Unternehmen sehr gute Kostenrechnung durchführen. Welchen Gewinn bringt jeder Klick ein, da jeder Klick ein potenzieller Käufer ist.

Wenn dieser Gewinn über dem Preis pro Klick durch Amazon pay per click ist sollte sich der Händler eine Vermarktung über diesen Dienst einmal genauer anschauen. Trotzdem ist Amazon pay per click kein Allheilmittel, da man auch kostenlos ein paar Plätze weiter unten angezeigt werden kann. Ob sich die wenigen Plätze unterschied lohnen muss daher jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden, und ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig.

Fazit

Amazon PPC ist einer der lukrativsten Werbeplätze im lukrativsten Online-Shop der Welt. Die Marktforschung zeigt, dass die Platzierung der Produkte kriegsentscheidend ist, wenn es um den Verkauf geht. Um diesen Vorteil auszunutzen ist jeder Unternehmer, welcher seine Produkte auf Amazon anbietet angehalten, sich das innovative Werbekonzept einmal genauer anzuschauen.

Durch die transparente Bezahlstruktur und das einfache Gebotsystem ist es möglich, sehr direkt und unverschlüsselt den Effekt von Werbung abzuschätzen. Solange die Werbung also nicht teurer wird als ihr Nutzen, ist Amazon pay per click eine durchaus lohnenswerte Investition.

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