Das sind die 5 gefährlichsten SEO-Mythen im Jahr 2020

In diesem Artikel möchte ich dir fünf gefährliche Mythen aus der Suchmaschinenoptimierung aufzeigen. Selbst im Jahr 2020 halten sie sich oft noch hartnäckig und sorgen so beim Einsatz dafür, dass nachhaltiges Ranking extrem schwierig wird und die Positionierungen der Keywords ganz im Gegenteil sogar negativ beeinflusst werden.

1. Bei Content gilt Quantität vor Qualität

Zwar gibt es einzelne Fälle, in denen eine große Menge an Content relevant sein kann, um Keywords zu pushen (zum Beispiel bei der Silo-Struktur), aber zu jeder Zeit spielt Qualität die größte Rolle!

Die Silo-Struktur funktioniert nach folgendem Prinzip: Du willst Rankings von einem bestimmten Thema pushen und verfasst Texte im Rundumschlag zu allen möglichen Nebenthemen. Auch, wenn du dazu nicht zwangsläufig Keywords mit großem Suchvolumen hast. Dabei geht es aber dann nicht darum, dasselbe Thema in fünf verschiedenen Formen abzuhandeln. Google braucht das Signal, dass du ein wahrer Experte auf deinem Gebiet bist.

Anstatt aber nun den Text zu einem Keyword auf mehrere aufzuteilen, wird der Beitrag länger. Hier gilt nämlich dann nicht, dass viele verschiedene Artikel helfen, sondern mehr Content in einem einzelnen Text!

Positivbeispiel

  • Hauptkeyword: Brotdose Kinder
  • Nebenkeyword: Kinder Lunchbox Ideen
    • Text 1: Frühstücksideen für die Brotdose
    • Text 2: Gesunde Beilagen für die Kinder-Lunchbox
    • Text 3: Lunchbox Prepping leicht gemacht

Negativbeispiel

  • Hauptkeyword: Brotdose Kinder
  • Nebenkeyword: Kinder Lunchbox Ideen
    • Text 1: Rezeptideen für die Frühstücksbox
    • Text 2: Rezeptideen für die Lunchbox
    • Text 3: Rezeptideen für die Kinder-Lunchbox

2. Hauptsache, das Keyword kommt häufig im Text vor

Einmal im ersten Absatz, dann in 50 Prozent der Zwischenüberschriften und zwischendurch natürlich auch. Immerhin hat jeder schonmal von WDF*IDF gehört, das kann man doch umständlich mit Daumen mal Pi ausrechnen, wie oft Begriff XY vorkommen muss.

Spoileralarm: So rankst du heute garantiert nur mehr dann in den Top 10, wenn dein Mitbewerb auch kein nachhaltiges SEO betreibt.

Google ist heutzutage in der Lage, rein aus dem Kontext des Contents heraus Keywords von selbst zuzuordnen. Selbst dann, wenn sie im Text gar nicht 1 zu 1 genannt werden.

3. Die Meta-Beschreibung ist ein Rankingfaktor

Kurzum: Das ist falsch.

Ja, die Meta-Description hat einen Einfluss auf dein Ranking, aber sie muss nicht mit Keywords vollgestopft werden, um dazu beizutragen. Stattdessen geht es hier vielmehr um die Effekte, die sie dir bringen kann. Eine interessante Beschreibung regt nämlich zum Klicken an und umso mehr Besucher du hast und umso höher die Verweildauer, weil die Description hält, was sie verspricht, umso besser auch für deine Rankings!

4. Je mehr Backlinks, umso besser

Konzentriere dich bloß nicht rein auf das Backlinkprofil. Viel wichtiger ist, was auf deiner Seite passiert, nicht nur rundherum! Alles andere ergibt sich von selbst. Denn hochwertige Inhalte werden gerne in Social Media geteilt und sorgen so dafür, dass du ganz automatisch Social Proof generierst.

Achte nur darauf, dass du mit entsprechenden Plugins die Möglichkeit zum Teilen anbietest und es deinen Lesern damit möglichst einfach machst! Und vergiss natürlich nicht, die Cookies dazu in deinem genutzten Plugin zu bedenken und deine Datenschutzerklärung entsprechend auszurichten.

5. Ohne Keyword in der Domain keine Rankings dazu

Viele ändern den Permalink eines Blogbeitrags oder Produkts auf das Hauptkeyword, für das sie ranken möchten. Das trägt weder positiv noch negativ zu den Rankings bei, denn am Ende zählt nur der Content und ob dieser Mehrwert enthält.

Auch macht es keinen Unterschied, welche Begriffe in der Domain selbst enthalten sind. Du kannst also genauso gut für beispiel-domain.at/testbeitrag ranken, wie auch für lunchbox-ratgeber.at/kinder-lunchbox-ideen, wenn der Inhalt die Suchintention deiner Besucher erfüllt.

Mittlerweile reagiert Google sogar eher empfindlich darauf, wenn du alles auf die Keywords ausrichtest, ohne dann aber die Suchintention zu erfüllen. In so einem Fall flauen deine Rankings ganz automatisch ab.

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