Welche Social Media Plattform für welches Unternehmen?

Es gilt ja immer die Faustregel, dass man sich für sein Unternehmen auf zwei bis drei Social Media Plattformen beschränken soll. Jedenfalls immer dann, wenn man nicht bereits über Angestellte verfügt, die sich rein um Social Media Marketing kümmern können. Was da alles an Anfragen eintrudeln wird, darf man keinesfalls unterschätzen!

Faustregel: Im Alleingang beschränkst du dich auf 2 Social Media Plattformen, bei einer eigenen Abteilung kannst du mit 5 Plattformen pro Person rechnen; es braucht aber natürlich auch immer eine Vertretung!

Gleichzeitig stellt sich auch immer wieder die Frage, welche Plattformen denn überhaupt genutzt werden sollten. Das klären wir heute.

Das sind die für dich wichtigsten Faktoren & Fragen

Grundsätzlich einmal muss die ausgewählte Social Media Plattform Aufgaben für dich erledigen können. Das sind nicht nur SEO oder Online Marketing, auch andere Dinge sind dabei wichtig:

  • Beschwerden
  • Nachfragen von Kunden und Usern
  • Troubleshooting

Diese drei Formen der Kommunikation zu unterscheiden sind ja schonmal die Grundlagen, mit denen du immer wieder im Kundenservice konfrontiert wirst.

Stelle dir außerdem folgende zwei Fragen, bevor du dich für eine Plattform entscheidest:

  1. Wer ist deine Zielgruppe? (Alter, Geschlecht, Herkunft, Vermögen, Probleme/Lösungen, …)
  2. Welche Ziele verfolgst du mit Social Media? (Umsatzsteigerung, neue Probleme der Zielgruppe herausfinden, mehr Traffic, mehr Conversions, mehr Reichweite, SEO, …)

Ob du selbst nämlich nun Facebook oder doch Twitter bevorzugst, spielt für dein Social Media Marketing keine Rolle. Du musst dich danach richten, was deine Zielgruppe braucht und möchte.

Falls du Unterstützung für die Erstellung deiner Social Media Strategie benötigst, erhältst du bei der Social Media Agentur Hauke eine umfassende Beratung.

Die Plattformen im Überblick – wo halten sich welche Zielgruppen auf?

Nachfolgend findest du eine Übersicht der wichtigsten Social Media Plattformen und welche Vorteile sie dir bringen können.

Die Liste ist alphabetisch sortiert.

Facebook (B2C + B2B)

  • Wird überwiegend privat genutzt, es gibt aber vereinzelt noch sehr aktive Gruppen von Unternehmern und Selbständigen, um sich untereinander auszutauschen oder Dienstleistungen zu verkaufen.
  • Alle Altersgruppen, aber insbesondere Personen im Alter von 60+ sind dort heutzutage anzutreffen.
  • Durch Ads kann zielgruppengenau Werbung geschaltet werden.
  • Koppelung mit Instagram möglich.

Instagram (B2C)

  • Bilderlastige Plattform, auf der viele Blogger unterwegs sind.
  • Inhalte werden oft nur wenige Sekunden lang wahrgenommen.
  • Werbekoppelungen bei Ads-Schaltung auf Facebook möglich.
  • Eignet sich auch gut für Kooperationen mit Influencern.
  • Nutzer von Instagram gelten als Spontankäufer.

LinkedIn (B2B)

  • Wird in erster Linie für beruflichen Austausch genutzt.
  • Wertvolle Leads durch Social Selling
  • Eignet sich zum Knüpfen von Kontakten, aber auch zur Präsentation des Unternehmens.
  • Steigert Unternehmensautorität bzw. hilft zumindest dabei.
  • Stellenausschreibungen erlangen hier sehr viel mehr Aufmerksamkeit als auf anderen Social Media Plattformen.
  • Kann auch gut zum Aufbau eines Lieferantennetzwerks genutzt werden.

Pinterest (B2C + B2B)

  • Aufgebaut wie eine Suchmaschine.
  • Ist bekannt dafür, Google Rankings durch seine Social Signals besonders stark zu beeinflussen.
  • Kann als relevante Traffic-Quelle dienen.
  • Besonders bei kreativen Zielgruppen beliebt.
  • Kann auch zur eigenen Inspiration dienen.
  • Inhalte werden im Vergleich zu Twitter oder Instagram sehr viel häufiger geteilt und bleiben auch zeitlos, werden durch einen komplexen Algorithmus immer wieder in Erinnerung gerufen und nicht rein durch Trends bestimmt.

Snapchat (B2C)

  • Eignet sich am besten, um eine Community aufzubauen.
  • Je nach Zielgruppe ist die Kombination aus Snapchat & Instagram oder Snapchat & YouTube sehr zu empfehlen.
  • Aggressive Werbung erhält hier kaum Aufmerksamkeit.
  • Plattform wird stark von Trends bestimmt.

TikTok (B2C)

  • Die Plattform der Stunde mit kreativen und unterhaltsamen Kurzvideos
  • Hohe organische Reichweiten auch als Newcomer
  • Sehr genaues Targeting bei Werbeanzeigen
  • Einet sich besonders gut zum Vermarkten von Konsumprodukten

Twitter (B2C)

  • Häufig kritischer Austausch zu unterschiedlichen Themen.
  • Postings sind auf eine feste Zeichenanzahl beschränkt.
  • Statistiken zufolge halten sich rund 30 % aller Social Media Nutzer (auch) auf Twitter auf.
  • Inhalte müssen polarisieren oder Meme-Qualität haben.
  • Kooperations- und Geschäftspartner lassen sich womöglich gut durch Twitter finden.
  • Twitter wird stark von seinen Trends bestimmt. Mit etwas Geschick lassen sich die Followerzahlen dadurch schnell steigern.

Xing (B2B)

  • Das Pandant zu LinkedIn für die Region DACH
  • Nachteil: Unternehmensaccount ist im Gegensatz zu LinkedIn kostenpflichtig

YouTube (B2C + B2B)

  • Besitzt einen komplexen Algorithmus und ist aufgebaut wie eine Suchmaschine.
  • Eignet sich perfekt, um durch trendende Inhalte auf eigene Produkte und Dienstleistungen hinzuweisen oder diese zu präsentieren.
  • Knapp 70 % aller Personen jeder Altersgruppe halten sich auf YouTube auf, mit und ohne eigenem Account.
  • Insbesondere junge Zielgruppen können hier angesprochen werden.
  • Schaltung von Werbevideos möglich, um von anderen Videos aus auf den eigenen Kanal hinzuweisen.
  • Kann gut zum Aufbau einer Marke genutzt werden, oder auch um mehr Traffic zu generieren.
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